» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

Veranstaltungen am:

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Heute

Sprachkürze und Gedankenweite

Datum, Uhrzeit: Freitag, 29. November 2013, 20:00 − 00:00

Veranstaltungsort: Bayreuth, RW 21 BlackBox, Richard-Wagner-Straße 21

Beschreibung:

Doppellesung zur Verbindung von Dialekt und Aphorismus bei Jean Paul mit Eberhard Wagner und Hans Walter Bottenbruch

Jean Pauls Werke werden heutzutage oft auf gängige Aphorismen reduziert, prägnant-geistreiche, in sich geschlossene Sinnsprüche in Prosa, die eine Erkenntnis, Erfahrung oder Lebensweisheit vermitteln. Meist sind es aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, die uns auf humorvolle oder ernste Art und Weise zu denken geben. Sie beziehen sich oft auf alltägliche Situationen und menschliche Verhaltenweisen, die ihrerseits dem Dichter zu denken gegeben haben, und weil von Zeitzeugen berichtet wurde, er habe Dialekt gesprochen, gehen wir davon aus, dass er auch „im Dialekt“ gedacht hat. Ein kurzes Beispiel: Sei ein Ja oder Nein, aber kein Dazwischen. Vor-Gedanken im Dialekt: Ich will wissen, wie ich mit die Lait droo bin. Wenn aaner daherkummt und sogt: "Ich sooch net so und ich sooch net so, dann konn hintn-nooch kaaner vo mir behauptn, ich hät so oder so gsogt", dann konna mir gstohln bleim. Mit so an will ich nix zu schaffn hoobm.

Die Aphorismen liest Hans Walter Bottenbruch, die mundartlichen Vor-Gedanken verfasste und liest Eberhard Wagner.

Veranstalter: Kulturamt Bayreuth

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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