» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

Timo Ruttkamp

Aufführungsempfehlung Sparte Ensemble, bis zu 8 Solo-Instrumente

Timo Ruttkamp, Köln

Echo der Ewigkeit

Uraufführung am 28. Juni 2013 in Frankfurt am Main Hochschule für Musik und Darstellende Kunst durch das Ensemble I z M des Instituts für zeitgenössische Musik unter der Leitung von Gerhard Müller-Hornbach

Timo RuttkampTimo Ruttkamp, 1980 in Hagen/Westfalen geboren, studierte Komposition (bei York Höller) und elektronische Komposition (bei Hans Ulrich Humpert) an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Darüber hinaus erfolgten Studienaufenthalte an der McGill University in Montréal/Kanada und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris.

Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, erhielt u.a. den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik 2004, das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln 2008, und er ist außerdem erster Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs Komposition 2010. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglichte ihm 2011 einen sechsmonatigen Aufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris. Timo Ruttkamps Werkverzeichnis umfasst elektronische Kompositionen sowie Instrumentalwerke für Soloinstrumente, Ensembles und Orchester, die von namhaften InterpretInnen im In- und Ausland aufgeführt werden und zu einem großen Teil durch Rundfunkaufnahmen des SR, SWR und WDR dokumentiert sind. www.timoruttkamp.de (Foto WDR)

Werkkommentar
Musikalische Hauptelemente in Echo der Ewigkeit sind zwei konträre Bewegungsprinzipien: Zum einen sind es durch Impulse angetriebene, akzentuierte und/oder fließende Gestalten, die aus immer wieder unterschiedlichen Anordnungen, variierten Wiederholungen, Verkürzungen und Verlängerungen von wenigen Elementen bestehen. Als Kontrast dazu gibt es wenig bewegliche Abschnitte, die jedoch niemals wirklich statisch sind und in einer Art Zeitlupe verlangsamte Bewegungscharaktere darstellen.

Zwischen diesen verschiedenen Formen von Energien und Aggregatzuständen spielt sich das musikalische Geschehen auf einer imaginären Bühne ab. Gestalten treten auf und ab, laufen auseinander und verwischen oder schließen sich erneut in fließenden Phrasen oder rhythmisch betonten Momenten zusammen. Dazu spielt die Aufstellung der sechs Musiker innerhalb eines weiten Halbkreises auf der Bühne eine wichtige Rolle, um der musikalischen Struktur eine weitere Ebene hinzuzufügen und durch den Raum musikalische Korrespondenzen, Nähe und Ferne zu verdeutlichen. Neben dieser rein imaginierten, abstrakten Theatralik wäre es gut vorstellbar, Echo der Ewigkeit als musikalische Grundlage einer realen Choreografie bzw. theatralischen oder visuellen Umsetzung zu verwenden.

 

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