» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

Jean Paul und das Bier

 

Jean Paul und das Bier  

 

Jean Paul: Bier Bier Bier wie es auch komme. Jean Paul und das Bier. Eine Dokumentation. Zusammengestellt und mit einem biografischen Essay versehen von Wolfgang Hörner. Mit Illustrationen von Stephan Klenner-Otto. Wehrhahn Verlag. Hannover 2013.

      
96 Seiten    
Preis: 10,00 €    
ISBN: 978–3–86525–299–9  
Erscheinungsdatum: 14. März 2013
      

Er war einer unserer größten Dichter und einer unserer größten Trinker; und das eine wäre er ohne das andere nicht gewesen. Kaum etwas gibt es im Leben des kautzigen Literaturmagiers Jean Paul (1763–1825), das nicht mit seinem Bierkonsum zusammenhing: sein Wohnort, seine Reisen, seine Lebensweise, seine Freunde, seine Ehe – und natürlich auch sein Schreiben. Und kaum etwas köstlicheres, virtuoseres und komischeres hat Jean Paul in seinen Korrespondenzen hinterlassen, als seine Briefe über das und seine Forderungen nach dem Bier.

Hier sind sie versammelt, die Bier-Briefe Jean Pauls, sprachliche Trouvaillen allesamt, kurioses biographisches Zeugnis, eine Poetik aus dem Geiste geistiger Getränke und eine absonderlich-gloriose Hommage an den Gerstensaft.

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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