» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

Jean Pauls Sämtliche Werke II/9-2

 

JP HKA Boehlau II-9-2  

 

Jean Pauls Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Zweite Abteilung. Band 9 Teil 2: Bausteine, Erfindungen. Das grüne Buch, Thorheiten. Text mit Apparat. Hg. auf Veranlassung der Deutschen Schillergesellschaft Marbach a.N. von Helmut Pfotenhauer. Bandherausgeber Petra Zaus. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger. Weimar 2012.

      
397 Seiten    
Preis: 99,95 €    
ISBN: 978-3-7400-1232-8    
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2012
      
Jean Pauls Romane sind nicht zufällig entstanden. Seit Ende der 1780er Jahre sammelte er „Einfälle“ (witzige Konjunktionen des Unähnlichen) und „Bausteine“ (Anekdoten). Die so betitelten Hefte, in denen der Entstehung eines Romans vom Witz bis zur Fabel vorgearbeitet wird, lassen u.a. Rückschlüsse auf die Stoffverarbeitungspraxis des Autors zu.
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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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